Der Träger der Einrichtung ZUHaUSE verschreibt sich in seinen Werten den Inhalten der UN-Kinderrechtskonvention.

Die Einrichtung sieht sich in ihrem pädagogischen und gesellschaftlichen Wirken in der Anwaltschaft der von ihr betreuten Kinder und Jugendlichen. Als Beispiele sind hier die von der UNICEF formulierten 10 wichtigsten Kinderrechte in ihrer Umsetzung in der Einrichtung beschrieben:

Jedes Kind hat das Recht auf

– Gleichheit:

Allen Kindern und Jugendlichen der Einrichtung wird unabhängig von Geschlecht, Herkunft, Biografie, Religion oder Weltanschauung ohne Einschränkungen die bestmögliche Begleitung auf dem individuellen Lebensweg geboten.

– Gesundheit:

Im Bedarfsfall wird die nötige ärztliche Hilfe in Anspruch genommen. Es findet im Bedarfsfall eine externe fachliche Abklärung und therapeutische Anbindung statt. Die Einrichtung unterhält eine Hausapotheke für Bagatellbedarfe. Durch salutogenetische Maßnahmen wie Bewegung an der frischen Luft, ausgewogene Ernährung und kontraindikationsfreien Anwendungen werden die Lebenskräfte der Kinder und Jugendlichen zusätzlich gestärkt.

– Bildung:

Die Einrichtung unterstützt jedes Kind im Rahmen seiner Fähigkeiten, die bestmögliche Förderung, sowie schulische, berufliche oder akademische Ausbildung zu bekommen. Es findet eine Betreuung der Hausaufgaben, sowie bei Bedarf gezielte Nachhilfe statt. Allgemeinbildende Themen fließen in den pädagogischen Alltag ein.

– Spiel und Freizeit:

Der Tagesablauf der Einrichtung ist rhythmisch gestaltet und erlaubt so die nötigen Rückzugs- und Ruhephasen. Das Spiel wird als zentrales Element in der Entwicklung des jungen Menschen gesehen. Es wird sowohl in individueller, als auch in gemeinschaftlicher Hinsicht durch die Bereitstellung von geeignetem Spielmaterial und Räumen, sowie Anleitung und Anregung zum phantasievollen Spiel unterstützt.

– Freie Meinungsäußerung und Beteiligung:

Jedes Kind und jeder Jugendliche wird in der Ausbildung einer tragfähigen eigenen Meinung erzieherisch unterstützt. Die Aussprache der eigenen Meinung und die Toleranz anderslautender Ansichten wird im sozialen Miteinander gefördert, es stehen zur Informationsbeschaffung auch altersgemäß digitale und analoge Medien zur Verfügung. Jedes Kind und jeder Jugendliche kann Wünsche, Anregungen oder Kritik mündlich anbringen oder schriftlich in einen extra dafür bereit stehenden Briefkasten einwerfen, es erhält dann Rückmeldung über die Bearbeitung seines Anliegens. Einmal wöchentlich findet eine Mitgestaltungsrunde als Plenum für die Kinder und Jugendlichen statt.

– Gewaltfreie Erziehung:

Die Einrichtung toleriert keinerlei Gewalt. Jedes Kind und jede/r Jugendliche kann jederzeit bei der Leitung oder einer Gewaltpräventionsstelle anrufen, wenn er/sie sich bedroht fühlt. Um die Kinder und Jugendlichen vor gegenseitigen Übergriffen zu schützen, liegt ein gewaltfreies Konfliktlösungsmanagement vor. Der Erwachsene wirkt grundsätzlich als Streit schlichtender Vermittler, um die Sozialkompetenz zu fördern.

– Schutz im Krieg und auf der Flucht:

Unbegleitete Minderjährige Flüchtlinge sind von der Aufnahme in die Einrichtung nicht ausgeschlossen. Es findet Stabilisierung bei bestehenden Traumatisierungen statt.

– Schutz vor wirtschaftlicher und sexueller Ausbeutung:

Jedes Kind und jeder Jugendliche bekommt seine Geldmittel zuverlässig nach einsehbaren Listen zugeteilt. Die Verwaltung findet transparent und nachvollziehbar statt. Kein Kind/Jugendlicher in der Einrichtung muss für die Erfüllung seiner Grundbedürfnisse wirtschaftliche Leistungen erbringen. Bei Verdacht auf jegliche Ausbeutung oder Missbrauch tritt umgehend die Gewaltpräventionsstelle zur Klärung ein.

– Elterliche Fürsorge:

Die Einrichtung erfüllt die Fürsorgepflicht während des Einrichtungsaufenthalts. Die Eltern werden in ihrer Rolle gegenüber ihrem Kind durchwegs gestärkt, es findet planmäßige Zusammenarbeit mit Eltern statt. Die Einrichtung unterstützt im Hilfeplan festgelegte Umgänge mit den Eltern, um das Verhältnis zwischen Kind und Eltern zu verbessern und das Ziel der Rückführung ins Elternhaus zu erreichen.

– Besondere Fürsorge und Förderung bei Behinderung:

Während des Einrichtungsaufenthalts erfährt ein junger Mensch vollumfängliche Unterstützung zur individuellen Lebenswegbewältigung. Eine Beeinträchtigung stellt per se kein Hindernis der Aufnahme und Betreuung in der Einrichtung dar.